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Hilfestellungen für Unternehmen zu aktuellen Energiefragen

Gestiegene Energiepreise und Unsicherheiten, ob es bei einer ausreichenden Energieversorgung bleiben wird, betreffen Bevölkerung und Betriebe gleichermaßen. 

Auf dieser Seite stellen wir Informationen über Fördermöglichkeiten und Energiesparmaßnahmen zusammen. Die Auflistung wird regelmäßig aktualisiert, erfolgt aber ohne Gewähr und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Allgemeine Informationen zur Lage und zum Hintergrund finden Sie am Ende dieser Seite.

Webinar: Energiefresser finden, Kosten senken

Den eigenen Energieverbrauch zu kennen, um ihn optimieren zu können, ist für Betriebe wichtiger denn je. Hier setzt das kostenfreie Tool an, das in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer entwickelt wurde, damit Unternehmen einfach und systematisch erfassen können, wann und wofür welche Energiemengen eingesetzt werden. Im zweiten Teil der Webinarreihe wurde am 3. November 2022, 12 bis 13 Uhr, von Thomas Melchert und Dr. Klaus Landrath (beide HWK Münster) das Tool vorgstellt und anhand von Praxisbeispielen genauer erläutet. 

Präsentation sowie ergänzende Videos:
Webinar: Praktische Tipps zur Energieeinsparung für Unternehmen

Dazu hat der Fachdienst Wirtschaft des Kreises Recklinghausen am 25. August 2022 von 13 bis 14 Uhr Interessierten ein kostenfreies Webinar angeboten. Unternehmensberater Marcus Vollmert (Innosynatic) zeigte im Webinar „Gasmangellage - Praktische Tipps zur Energieeinsparung für Unternehmen“ hilfreiche Wege auf, die sofort im Betrieb umgesetzt werden können.

Mit der Präsentation sowie drei Videos stellen wir wesentliche Inhalte des Webinars für Sie bereit:
Förderprogramme und staatliche Hilfen
Um besonders betroffene Unternehmen zu entlasten, hat die Bundesregierung fünf Instrumente im Rahmen eines Schutzschildes entwickelt. Nähere Informationen zu den Instrumenten finden Sie hier: Im Rahmen des Landesförderprogramms progres.nrw gibt es Zuschüsse zur Erstellung von Wärmekonzepten. Förderfähig sind Beratungsleistungen zur Erstellung von technisch-betriebswirtschaftlichen Konzepten. Weitere Informationen zu diesem Förderbaustein und die Übersicht über alle Förderbausteine von progres.nrw.

Bundesförderung für Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme
Über das Förderprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) werden Energieberatungen zur Erstellung von energetischen Neubau- und Sanierungskonzepten, Energieaudits zur Analyse des Energieeinsatzes im Unternehmen und der Ermittlung von Einsparpotenzialen sowie Contracting-Orientierungsberatungen gefördert. Weitere Informationen

Informationen zur Gas- und Strompreisbremse
Die Übersichten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages sollen Unternehmen helfen, häufig gestellte Fragen zu beantworten:
Energiepreispauschale
Ab September 2022 erhalten Steuerpflichtige, die in Deutschland wohnen und arbeiten, eine Energiepreispauschale von 300 Euro überwiesen. Viele Fragen dazu, u. a. was für Selbständige, Studierende und Rentner gilt, werden auf den Internetseiten des Bundesfinanzministeriums beantwortet.

Energiesicherungspaket: Weitere Stärkung der Vorsorge
Das von der Bundesregierung unter Führung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) erarbeitete Energiesicherungspaket basiert im Kern auf drei Elementen:
 
  1. Befüllung der Gasspeicher: Anhebung der Ziele auf 75% zum 1. September, 85% zum 1. Oktober und 95% zum 1. November 2022. Hierfür wurden am 22. Juni 2022 bereits 15 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.
  2. Reduktion von Erdgas für die Stromerzeugung:
    • Rückkehr von Kohlekraftwerken an den Strommarkt (seit 14.07.2022)
    • Rückkehr der Braunkohlekraftwerke (ab 01.10.2022) 
    • Ausweitung der Biogaserzeugung, zum Beispiel durch Aussetzung der jährlichen Maximalproduktion 
    • Streichung der 70 Prozent-Kappungsregel bei Solaranlagen
  3. Effizienz- und Einsparmaßnahmen zur Reduktion des Gasverbrauchs:
    • Im Bereich Industrie und Unternehmen: Gasauktionsmodell Umsetzung von wirtschaftlichen Einsparmaßnahmen im Rahmen von betrieblichen Energie und Umweltmanagementsystemen 
    • Im Bereich öffentliche Einrichtungen/ Bürogebäude: Heizung aus in Fluren, Foyers oder Treppenhäusern oder Technikräumen
Möglichkeiten der kurzfristigen Energie- und Gaseinsparung
  • Die Bundesnetzagentur informiert über marktliche Instrumente, die helfen können, den industriellen Gasverbrauch zu reduzieren. Weiter
  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz informiert über "Energiesparen im Unternehmen - so sinkt der Energieverbrauch".
  • Über Regelungen für Arbeitsstätten zur Raumtemperatur informiert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hier. Die entsprechende Technische Regel für Arbeitsstätten finden Sie in der Link-Box als pdf zum Download.
  • Die Klimaschutzoffensive des Handels hat Tipps zusammengestellt, um schnell und ohne erst langfristig wirkende Investitionen Energie zu sparen. Eine Zusammenfassung lesen Sie hier.
  • Die Handwerkskammern haben Beispiele aus verschiedenen Gewerken und Tools unter www.energieeffizienz-handwerk.de aufbereitet
  • Landwirtschaftliche Betriebe bekommen zusätzliche Tipps auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer NRW 
Mittel- bis langfristige Energiesparmaßnahmen (in Planung)
  • Regenerative Energie
  • Regenerative Wärme: Einen guten Einstieg in das Themenfeld finden Sie hier, z. B. zu Kraft-Wärme-Kopplung, Solarthermie, Wärmepumpen und einiges mehr.
  • Förderprogramme
  • Energy4climate
Zudem wurde die Energiesparkampagne 80 Millionen gemeinsam für Energiesparen ins Leben gerufen, die hilfreiche Tipps zum Energiesparen, zum Energiewechsel und Fördermöglichkeiten bietet.

Förderprogramme Nachhaltiges Wirtschaften

Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit
Klimaschutzaktivitäten und Maßnahmen des Kreises Recklinghausen

Das Klimaportal regioklima.de zeigt gute Beispiele für Klimabewusste auf und enthält viele Informationen sowie umfangreiches Zahlen- und Kartenmaterial rund ums Klima.

Allgemeine Informationen

Hintergrund
Das Bundwirtschafsministerium hat am 23. Juni 2022 die Alarmstufe des „Notfallplans Gas“ ausgerufen. Der Notfallplan basiert auf der europäischen Verordnung über Maßnahmen zur Gewährleistungen der sicheren Gasversorgung (SoS-Verordnung). Er umfasst drei Stufen.
Die Frühwarnstufe (Stufe 1) wurde bereits am 30. März ausgerufen. In der Alarmstufe (Stufe 2) kümmern sich weiterhin primär die Markakteure um eine Entspannung der Lage, doch sind auch schon erste Eingriffe von Seiten der Bundesregierung möglich. Dies betrifft vor allem Maßnahmen, die der Unterstützung der Unternehmen der Gaslieferkette dienen.
Erst mit Ausrufen der Notfallstufe (Stufe 3) kann die Bundesregierung im Rahmen des Energiesicherungsgesetzes schnell umfangreiche Verordnungen zum Einsatz, zur Verteilung, zum Transport und zur Einsparung von Energie erlassen. Hierbei sind allerdings bestimmte Verbrauchgruppen, wie private Haushalte, soziale Einrichtungen, zum Beispiel Krankenhäuser, besonders geschützt und sollen bis zuletzt mit Gas versorgt werden. Für nähere Informationen zum „Notfallplan Gas“ hat das Bundesministerium für Wirtschaft eine FAQ Liste erstellt.

Aktuelle Lage
Nähere, zum Teil tagesaktuelle Informationen finden Sie auf den Seiten der Bundesnetzagentur und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima.

Aktuelle Meldungen
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag veröffentlicht aktuelle Meldungen, Umfragen und Einschätzungen in diesem Dossier.

Überblick über Entlastungen
Alle von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Entlastungen sind hier auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums zu finden.